Spielsuchtprävention

Gefahren rechtzeitig erkennen

Der Glücksspielstaatsvertrag zur Neuregulierung des Glücksspielwesens in Deutschland (GlüStV 2021) verpflichtet Veranstalter und Vermittler von Glücksspiel, Informationen über Spielsucht, Prävention und Behandlungsmöglichkeiten bereitzuhalten.

Die Toto-Lotto Niedersachsen GmbH weist deswegen darauf hin, dass es bei aller Faszination und Freude am Spiel auch Risiken gibt. Übertreibung und exzessives Spiel können zu Abhängigkeit und letztlich auch zu Sucht führen. Probleme können sich ergeben, wenn Ihre Spielausgaben deutlich höher ausfallen, als Sie üblicherweise für Freizeitspaß ausgeben, oder wenn der Familienunterhalt wegen des Spiels gefährdet wird – kurz: wenn Sie über Ihre Verhältnisse spielen. Erhalten Sie sich den Spaß am Spiel, nehmen Sie es nicht zu ernst, vor allem hüten Sie sich davor, mit aller Macht Geld gewinnen zu wollen.

Nachfolgende Verhaltensregeln sollten in jedem Fall beachtet werden:

  • Spielen Sie nicht mit dem Vorsatz, gewinnen zu müssen

  • Legen Sie Ihr monatliches Spieleinsatzlimit vorab fest

  • Erhöhen Sie nicht nachträglich den von Ihnen vorab festgesetzten Maximalbetrag

  • Legen Sie im Voraus fest, wie hoch Ihr Spielverlust sein darf

  • Spielen Sie nie unter Einfluss von Alkohol oder Medikamenten

  • Spielen Sie nicht in einer depressiven Stimmung

  • Spielen Sie nur, wenn Sie ausgeruht oder konzentriert sind

Selbsttest

Die folgenden Fragen sind ein Anhaltspunkt, damit Sie persönlich Ihren Umgang mit dem Glücksspiel besser einschätzen können. Eine ehrliche Beantwortung kann erste Hinweise auf ein problematisches Spielverhalten liefern.

  1. Schaffen Sie es nicht, das Glücksspiel über einen längeren Zeitraum einzustellen, obwohl Sie es sich ausdrücklich vorgenommen haben?

  2. Verspielen Sie mehr Geld als geplant?

  3. Empfinden Sie das Bedürfnis, Verluste schnellst möglich wieder zurück zu gewinnen?

  4. Setzen Sie Gewinne sofort wieder ein, um noch mehr zu gewinnen?

  5. Leihen Sie sich Geld, um zu spielen - oder verspielen Sie Geld, das Ihnen nicht gehört?

  6. Haben Sie nach dem Spielen ein schlechtes Gewissen?

  7. Vernachlässigen Sie wegen des Spiels Ihre sozialen Kontakte?

  8. Leidet Ihre Arbeitszeit, Ihre Ausbildung oder Ihr Studium unter dem Glücksspiel?

  9. Beschäftigen Sie sich gedanklich intensiv mit dem Glücksspiel und werden schnell unruhig, wenn Sie keine Gelegenheit zum Spielen haben?

  10. Verheimlichen Sie Ihren Angehörigen und Freunden das tatsächliche Ausmaß Ihrer Spieleinsätze bzw. Verluste oder das Spielen überhaupt?

Je mehr dieser Fragen Sie sich für sich selbst mit „ja“ beantworten, desto eher sollten Sie sich an eine Beratungseinrichtung wenden, um sich fachkundige Hilfe zu suchen.

Unter www.bundesweit-gegen-gluecksspielsucht.de können Sie nach einer Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe suchen. Ebenso unterstützen Sie die nachstehenden Beratungsstellen.

Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen (nls)

Grupenstraße 4, 30159 Hannover, Telefon 0511 626 26 60

www.nls-online.de

____________________________

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Maarweg 149-161, 50825 Köln, Infotelefon 0800 137 27 00

www.check-dein-spiel.de

Beauftragte für den Spielerschutz

Hannah Strobel (Spielerschutzbeauftragte)

Nico Ludemann (Stellvertreter)

spielerschutz@lotto-niedersachsen.de

Broschüren und Dokumente zur Glücksspielsucht

Weitere Informationen und Unterstützung finden Sie in den folgenden Broschüren. Sie stehen Ihnen hier als pdf-Download zur Verfügung.

Ebenso finden Sie hier pdf-Formulare zur Spielersperre (Selbst- und Fremdsperre). Die ausgefüllten Formulare senden Sie bei Bedarf bitte an spielerschutz@lotto-niedersachsen.de oder geben sie persönlich in einer Annahmestelle von LOTTO Niedersachsen oder der Unternehmenszentrale in Hannover ab. Auch bei der für die Führung der zentralen Sperrdatei zuständigen Stelle können Sie Anträge auf eine Spielersperre (Selbst- oder Fremdsperre) stellen.