
18.05.2023
Kaffeepause mit Eurojackpot: Führjahrsputz mal anders
Viel Bewegung an frischer Luft: So lautet eines der simpelsten und wirksamsten Glücksrezepte. Wenn wir dabei gleichzeitig etwas für die Umwelt tun, können wir die positiven Gefühle sogar noch steigern.
Zugegeben: Wenn Ihnen morgens eine joggende Person mit einem großen Müllsack in der Hand entgegenkommt, dürften Sie ziemlich überrascht sein. Das liegt aber nur daran, dass der neueste Trendsport aus Asien hierzulande noch ziemlich unbekannt ist. Dabei ist „Spogomi“ gleich in mehrfacher Hinsicht ein Glücksgarant. Dank der Bewegung verbessern wir unser eigenes Wohlbefinden – und tun zugleich etwas für die Umwelt. Die Aufgabe: Beim Laufen möglichst schnell und möglichst viel Müll sammeln. Und anschließend fein säuberlich trennen, versteht sich. Im Ursprungsland Japan ist daraus eine regelrechte Massenbewegung geworden.
Joggen und Umweltschutz verbinden
Spogomi, der Name des Trendsports, ist ein Kunstbegriff, der sich aus den japanischen Wörtern „spo-tsu“ für Sport und „gomi“ für Müll zusammensetzt. Wer die geniale Idee hatte, ist auch bekannt: Kenichi Mamitsuka ärgerte sich bei seiner täglichen Joggingrunde über so manche achtlos weggeworfene Verpackung – also fing er an, unterwegs den Unrat einzusammeln. Später dachte er sich ein Regelwerk dazu aus und veranstaltete erste Turniere. Heute ist er in Japan landesweit bekannt und steckt immer mehr Menschen mit seiner Begeisterung fürs Laufen und den Umweltschutz an.
Die WM der Müllsammler
Noch in diesem Jahr wird das Wettmüllsammeln geadelt. Für November ist die erste Spogomi-Weltmeisterschaft in der japanischen Millionen-Metropole Tokio geplant. Die Teams bekommen eine feste Zeit, in der sie möglichst viel Müll einsammeln sollen. Punkte gibt es aber nicht nur für die schiere Menge, sondern auch für das richtige Sortieren. So viel Ordnung muss sein!
Gutes tun und das eigene Glück steigern
Mit dem Müllsammeln leisten Jogger übrigens nicht nur etwas für den Umweltschutz, sondern auch für ihr eigenes Glücksempfinden. Studien zeigen, dass gute Taten uns selbst ebenso guttun. Gerade Aufräumen soll eine beruhigende und stressabbauende Wirkung haben. Das Schöne daran: Die Erfolge können wir direkt sehen!
Aufräumen macht glücklich
Gute Gründe also, es selbst einmal mit dem nachhaltigen Trendsport zu probieren. Schließlich ist ohnehin gerade die Zeit des Frühjahrsputzes – nicht nur im Zuhause, sondern gerne auch in der Umwelt. Vielleicht „bedankt“ sich das Glück anschließend bei Ihnen mit einem Haupttreffer im Eurojackpot. Mit den Millionen könnten Sie locker ihr eigenes Team gründen – und womöglich sogar der erste Spogomi-Weltmeister werden!

Bildquelle: Shutterstock