Bedingungen für die Teilnahme am LOTTO 6aus49

Präambel

Ziele des staatlichen Glücksspielwesens sind:

1. das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung zu schaffen,

2. das Glücksspielangebot zu begrenzen und den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen zu lenken, insbesondere ein Ausweichen auf nicht erlaubte Glücksspiele zu verhindern,

3. den Jugend- und den Spielerschutz zu gewährleisten,

4. sicherzustellen, dass Glücksspiele ordnungsgemäß durchgeführt, die Spieler vor betrügerischen Machenschaften geschützt und die mit Glücksspielen verbundene Folge- und Begleitkriminalität abgewehrt werden.

In Ansehung dieser Ziele und um der ordnungsrechtlichen Aufgabe nachzukommen, ein ausreichendes Glücksspielangebot sicherzustellen, wird LOTTO 6aus49 mit anderen Unternehmen mit gemeinsamer Gewinnermittlung und -ausschüttung zu den nachfolgenden Bedingungen veranstaltet.

Die Gewinnermittlung und Gewinnausschüttung findet mit anderen Unternehmen im Rahmen einer gemeinsamen Poolung statt.

Die in diesen Teilnahmebedingungen aufgeführten Begrifflichkeiten gelten gleichermaßen für die männliche als auch für die weibliche Form und werden nicht zum Nachteil eines Geschlechts verwendet.


I. ALLGEMEINES

1. Organisation

1.1 Die Toto-Lotto Niedersachsen GmbH (im Folgenden Gesellschaft genannt) veranstaltet gemäß der vom Land Niedersachsen erteilten Konzession das LOTTO 6aus49 in Niedersachsen.
Hierfür gelten die vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport genehmigten nachstehenden Teilnahmebedingungen.

1.2 Die Ausspielungen erfolgen auf Grund eines Blockvertrages gemeinsam mit anderen Unternehmen im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.


2. Verbindlichkeit der Teilnahmebedingungen

2.1 Für die Teilnahme an den Ziehungen des LOTTO 6aus49 sind allein diese Teilnahmebedingungen einschließlich eventuell ergänzender Bedingungen für die Kundenkarte, für das Abonnement-Verfahren und für das Anteilscheinverfahren maßgebend.

2.2 Der Spielteilnehmer erkennt sie mit Abgabe des Spielscheines bei der Annahmestelle bzw. mit der Erklärung, mittels Quicktipp teilnehmen zu wollen, als verbindlich an.

2.3 Die Teilnahmebedingungen sind in den Annahmestellen einzusehen bzw. erhältlich.
Dies gilt auch für etwaige Änderungen und Ergänzungen der Teilnahmebedingungen sowie für eventuell ergänzende Bedingungen

2.4 Die Gesellschaft behält sich eine andere Form der Bekanntgabe vor.

2.5 Von diesen Teilnahmebedingungen abweichende Angaben auf dem Spielschein, die auf nicht mehr geltenden Teilnahmebedingungen beruhen, sind ungültig.

3. Teilnahmezeitpunkt und Gegenstand des LOTTO 6aus49

3.1 Im Rahmen des LOTTO 6aus49 werden wöchentlich zwei Ziehungen, eine am Mittwoch und eine am Samstag (Sonnabend), durchgeführt.

3.2 Der Spielteilnehmer kann entsprechend den von der Gesellschaft zugelassenen Spielscheinen die Teilnahme an einer Ziehung oder an mehreren Mittwochs- und/oder Samstags- (Sonnabend-) ziehungen wählen.
In diesem Fall nehmen alle Spielaufträge, deren vollständige Daten bis zum Annahmeschluss der jeweiligen Mittwochs- bzw. Samstags- (Sonnabend-) ziehung zur Zentrale der Gesellschaft fehlerfrei übertragen wurden, an der/den Mittwochs- bzw. Samstags- (Sonnabend-) ziehung/en teil, die dem Annahmeschluss folgt/folgen.

3.3 Der Spielteilnehmer kann, sofern die Gesellschaft entsprechende Spielscheine zulässt, die Teilnahme an einer Ziehung oder mehreren aufeinander folgenden Ziehungen wählen.
Alle Spielaufträge, deren vollständige Daten bis zum Annahmeschluss für die Mittwochs- oder Samstags- (Sonnabend-) ziehung zur Zentrale der Gesellschaft fehlerfrei übertragen wurden, nehmen an der/den Ziehung/en teil, die dem Annahmeschluss folgt/folgen.
Abweichend hiervon nehmen die Spielaufträge ab einem späteren vom Spielteilnehmer gewählten Annahmeschluss an der/den Ziehung/en teil, für die die Gesellschaft dem Spielteilnehmer die Möglichkeit einräumt, den Teilnahmebeginn um bis zu 8 Kalenderwochen im Voraus festzulegen.

3.4 Gegenstand des LOTTO 6aus49 ist die Voraussage von 6 Zahlen aus der Zahlenreihe 1 bis 49 und zusätzlich die Voraussage einer Zahl aus der Zahlenreihe 0 bis 9 (Superzahl).

4. Spielgeheimnis

4.1 Die Gesellschaft wahrt das Spielgeheimnis.
Insbesondere darf der Name des Spielteilnehmers nur mit dessen ausdrücklicher Einwilligung bekannt gegeben werden. Hiervon unberührt bleiben gesetzliche Auskunftspflichten der Gesellschaft.

4.2 Eine Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten von Spielteilnehmern erfolgt unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Vorschriften.

II. SPIELVERTRAG

5. Allgemeines

5.1 Ein Spielteilnehmer kann am LOTTO 6aus49 teilnehmen, indem er mittels den von der Gesellschaft bereit gehaltenen Medien ein Angebot auf Abschluss eines Spielvertrages abgibt.

5.2 Er erhält als Beleg für die Abgabe seines Angebots eine Quittung.

5.3 Der Spielvertrag kommt dann nach Maßgabe der Bestimmungen in diesem Abschnitt zwischen dem Spielteilnehmer und der Gesellschaft zustande.

6. Spielteilnahme

6.1 Die Spielteilnahme Minderjähriger ist gesetzlich unzulässig.

6.2 Die Inhaber und das in den Annahmestellen beschäftigte Personal sind von der dortigen Spielteilnahme an den Glücksspielen ausgeschlossen.

6.3 Die Teilnahme an den Ziehungen wird von den zugelassenen Annahmestellen der Gesellschaft vermittelt.

6.4 Die Teilnahme an den Ziehungen ist nur mit den von der Gesellschaft jeweils für die Spielteilnahme zugelassenen Spielscheinen und mittels Quicktipp möglich.

6.5 Der Spielschein dient ausschließlich zur Eingabe der Daten. Er ist mit einer 7stelligen Losnummer im Zahlenbereich 0 000 000 bis 9 999 999 versehen, deren letzte Ziffer die Voraussage der Superzahl ist.


7. Quicktipp

7.1 Beim Quicktipp werden auf Wunsch des Spielteilnehmers Voraussagen mittels eines Zufallszahlengenerators durch die Gesellschaft vergeben.

7.2 Mit einem einzelnen Quicktipp können höchstens so viele Spiele gespielt werden, wie auf einem Spielschein (Eingabebeleg) der gewählten Spielart möglich sind.

7.3 Ein teilweise ausgefüllter Spielschein (Eingabebeleg) kann mittels Quicktipp um höchstens so viele Spiele ergänzt werden, wie auf einem Spielschein (Eingabebeleg) der gewählten Spielart möglich sind.

7.4 Bei Spielteilnahme mittels Quicktipp ohne Spielschein wird durch die Gesellschaft eine 7stellige Losnummer im Zahlenbereich von 0 000 000 bis 9 999 999 vergeben, deren letzte Ziffer die Voraussage der Superzahl ist.

7.5 Der Spielteilnehmer hat der Annahmestelle die Dauer der gewünschten Spielteilnahme und seine Entscheidung über Teilnahme oder Nichtteilnahme an den Lotterien Spiel 77 bzw. Super 6 anzugeben.

8. Spieleinsatz und Bearbeitungsgebühr

8.1 Der Spieleinsatz für ein Spiel beträgt je Ziehung € 0,75.

8.2 Die Gesellschaft kann für die einzelnen Arten von Spielscheinen festlegen, dass jeweils nur eine bestimmte Anzahl von Spielen gespielt werden kann.

8.3 Für einzelne Arten von Spielscheinen sowie für einzelne Quicktipps kann die Gesellschaft Höchsteinsätze festlegen.

8.4 Für jeden eingelesenen Spielschein oder abgegebenen Quicktipp erhebt die Gesellschaft eine Bearbeitungsgebühr.

8.5 Die Höhe der Bearbeitungsgebühr wird durch Aushang in den Annahmestellen bekannt gegeben.

8.6 Der Spielteilnehmer hat den Spieleinsatz und die Bearbeitungsgebühr gegen Erhalt der Quittung zu zahlen.

9. Eintragungen auf dem Spielschein

9.1 Für die Wahl des richtigen Spielscheines und für seine ordnungsgemäße Ausfüllung sowie für die Entscheidung zur Teilnahme mittels Quicktipp und dessen Inhalt ist der Spielteilnehmer allein verantwortlich.

9.2 Der Spielteilnehmer hat auf dem Spielschein in jedem Spiel die vorgeschriebene Anzahl von Zahlen durch Kreuze in schwarzer oder blauer Farbe zu kennzeichnen, deren Schnittpunkte innerhalb eines Zahlenkästchens liegen müssen.

9.3 Bei fehlenden Kennzeichnungen wird grundsätzlich gemäß Ziffer 9.5 verfahren; bei weniger als 3 Kennzeichnungen ist das Zahlenfeld jedoch nicht gespielt.

9.4 Die Wahl der Laufzeit sowie ggf. die Wahl des Systems ist durch Kreuze in den dafür vorgesehenen Feldern in schwarzer oder blauer Farbe vorzunehmen.

9.5 Bei mangelhaften Eintragungen erfolgt entweder eine Rückgabe des Spielscheines zur manuellen Korrektur durch den Spielteilnehmer oder es wird auf Wunsch und nach Vorgabe des Spielteilnehmers mittels der technischen Einrichtungen des Annahmestellen-Terminals eine Korrektur (manuell ausgelöst durch die Annahmestelle) vorgenommen.

9.6 Auch in Fällen der Korrektur erfolgt das Vertragsangebot durch den Spielteilnehmer.

9.7 Für den Abschluss von Systemspielen kann sich der Spielteilnehmer nur einer von der Gesellschaft zugelassenen verkürzten Schreibweise bedienen und zwar auf der Basis der von der Gesellschaft herausgegebenen Merkblätter (Broschüren) für Systemspiele.

10. Annahme von Spielscheinen bzw. Quicktipps und Annahmeschluss

10.1 Die Gesellschaft und die Annahmestellen sind zur Entgegennahme von Spielscheinen und Quicktipps nicht verpflichtet.

10.2 Den Zeitpunkt des Annahmeschlusses für die Teilnahme an den einzelnen Ziehungen und für die jeweiligen Annahmestellen bestimmt die Gesellschaft.

11. Kundenkarte

11.1 Durch die Gesellschaft wird jedem Spielteilnehmer eine Kundenkarte auf schriftlichen Antrag ausgestellt. Der Antrag hat mindestens Namen, Geburtsdatum, Anschrift und Bankverbindung zu enthalten. Er ist in der Annahmestelle zu stellen und die vorgesehene Gebühr hierbei zu entrichten.

11.2 Beabsichtigt der Inhaber einer Kundenkarte mittels dieser bei einer Annahmestelle einen Spielschein (Eingabebeleg) abzugeben oder mittels Quicktipp teilzunehmen, hat er die Kundenkarte zusammen mit dem Spielschein (Eingabebeleg) bzw. mit der Erklärung, mittels Quicktipp teilnehmen zu wollen, der Annahmestelle zu übergeben.

11.3 Bei Geltendmachung eines Gewinns in der Annahmestelle ist neben der gültigen Quittung die Kundenkarte vorzulegen.

11.4 Bei Verlust der Kundenkarte oder Änderung von Namen, Anschrift oder Bankverbindung ist die Zentrale der Gesellschaft unverzüglich schriftlich zu benachrichtigen.

11.5 Die Kundenkarte ist für 2 Jahre gültig, wobei ihre Laufzeit um jeweils die gleiche Gültigkeitsdauer gegen Zahlung der hierfür vorgesehenen Gebühr verlängert werden kann.

12. Quittung

12.1 Nach Einlesen des Spielscheines bzw. Abgabe des Quicktipps und der Übertragung der vollständigen Daten zur Zentrale der Gesellschaft wird mit der Speicherung sämtlicher Daten in der Zentrale von dieser eine Quittungsnummer vergeben.

12.2 In Verbindung damit erfolgt der Ausdruck einer Quittung in der Annahmestelle.

12.3 Die Quittung enthält als wesentliche Bestandteile

- die jeweiligen Voraussagen des Spielteilnehmers sowie die Losnummer (Spielscheinnummer),
- die Art und den Zeitraum der Teilnahme einschließlich der Angabe über die Teilnahme oder Nichtteilnahme an den Zusatzlotterien,
- den Spieleinsatz einschließlich der Bearbeitungsgebühr,
- die von der Zentrale der Gesellschaft vergebene Quittungsnummer und
- ggf. die Nummer der Kundenkarte.

12.4 Die Quittungsnummer dient der Zuordnung der Quittung zu den in der Zentrale gespeicherten Daten.

12.5 Nach Bezahlung des Spieleinsatzes und der Bearbeitungsgebühr wird dem Spielteilnehmer die Quittung ausgehändigt.

12.6 Der Spielteilnehmer hat sofort nach Erhalt die Quittung dahingehend zu prüfen, ob

- die auf der Quittung abgedruckten Voraussagen unter Berücksichtigung evtl. Korrekturen und die Losnummer (Spielscheinnummer) vollständig und lesbar denen des Spielscheines entsprechen,
- die für die Spielteilnahme mittels Quicktipp erforderlichen Voraussagen und die Losnummer (Spielscheinnummer) vollständig und lesbar abgedruckt sind,
- die Art und der Zeitraum der Teilnahme einschließlich der Angabe über Teilnahme oder Nichtteilnahme an den Zusatzlotterien vollständig und richtig wiedergegeben sind,
- der Spieleinsatz einschließlich der Bearbeitungsgebühr richtig ausgewiesen ist,
- die Quittung eine lesbare Quittungsnummer aufweist und diese nicht offensichtlich unvollständig ist,
- die Quittung ggf. die Kundenkartennummer korrekt enthält.

12.7 Ist die Quittung in einem der vorstehenden Punkte fehlerhaft, enthält sie insbesondere keine, eine nicht lesbare oder eine unvollständige Quittungsnummer, ist der Spielteilnehmer berechtigt, sein Angebot auf Abschluss des Spielvertrages zu widerrufen bzw. vom Spielvertrag zurückzutreten. Ein Widerruf bzw. ein Rücktritt ist jedoch nur innerhalb von 10 Minuten nach Erhalt der Quittung, längstens bis zum Geschäftsschluss der Annahmestelle, möglich. Der Widerruf hat in der Annahmestelle zu erfolgen, in der das Angebot abgegeben worden ist. Im Fall des Widerrufs erhält der Spielteilnehmer gegen Rückgabe der Quittung seinen Spieleinsatz und die Bearbeitungsgebühr zurück. Weiter gehende Ansprüche des Spielteilnehmers sind ausgeschlossen.

12.8 Macht der Spielteilnehmer von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch, sind für den Inhalt des Spielvertrages die auf dem durch digitalen oder physischen Verschluss gesicherten sicheren Speichermedium aufgezeichneten Daten maßgebend.

12.9 Bei einer Quittung, die keine, eine nicht lesbare oder eine unvollständige Quittungsnummer enthält, besteht kein Anspruch auf Gewinnauszahlung.

12.10 Ist die Unvollständigkeit der Quittungsnummer für den Spielteilnehmer nicht erkennbar, erhält er gegen Rückgabe der Quittung auf Antrag den Spieleinsatz zurück. Weiter gehende Ansprüche des Spielteilnehmers sind ausgeschlossen.

13. Spielgemeinschaften

13.1 Die Bildung von Spielgemeinschaften durch den Leiter der Annahmestelle oder seine Gehilfen ist verboten.

13.2 Mitglieder von Spielgemeinschaften müssen ihre Rechtsverhältnisse ausschließlich unter sich regeln.

14. Abschluss und Inhalt des Spielvertrages

14.1 Der Spielvertrag wird zwischen der Gesellschaft und dem Spielteilnehmer abgeschlossen, wenn die Gesellschaft das vom Spielteilnehmer unterbreitete Angebot auf Abschluss eines Spielvertrages nach Maßgabe der Ziffer 5.1 annimmt.

14.2 Der Spielteilnehmer verzichtet auf den Zugang der Erklärung, dass sein Vertragsangebot durch die Gesellschaft angenommen wurde.

14.3 Der Spielvertrag ist abgeschlossen, wenn die übertragenen Daten und/oder die Daten des Quicktipps sowie die von der Zentrale vergebenen Daten in der Zentrale der Gesellschaft aufgezeichnet und auf dem sicheren Speichermedium gespeichert sind, die auf dem sicheren Speichermedium gespeicherten Daten auswertbar sind, und das sichere Speichermedium durch digitalen oder physischen Verschluss rechtzeitig (d.h. vor Beginn der Ziehung der Gewinnzahlen) gesichert ist.

14.4 Fehlt eine dieser Voraussetzungen, kommt der Spielvertrag nicht zustande.

14.5 Für den Inhalt des Spielvertrages sind ausschließlich die auf dem durch digitalen oder physischen Verschluss gesicherten sicheren Speichermedium aufgezeichneten Daten maßgebend.

14.6 Die Quittung dient als Nachweis für einen geleisteten Spieleinsatz und die entrichtete Bearbeitungsgebühr sowie zur Geltendmachung des Gewinnanspruchs.

14.7 Das Recht der Gesellschaft, bei der Gewinnauszahlung nach Ziffer 21.5 zu verfahren, bleibt unberührt.

14.8 Die Gesellschaft ist berechtigt, ein in ihrer Zentrale eingegangenes Angebot auf Abschluss eines Spielvertrages bei Vorliegen eines wichtigen Grundes abzulehnen.

14.9 Darüber hinaus kann aus wichtigem Grund der Rücktritt vom Vertrag erklärt werden.

14.10 Ein wichtiger Grund liegt unter Anderem vor, wenn
- der Verdacht einer strafbaren Handlung besteht,
- gegen einen Teilnahmeausschluss (Ziffer 6.2) verstoßen wurde oder
- die Spielteilnahme über einen gewerblichen Spielvermittler erfolgte, der die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt, d.h. insbesondere
• der Spielteilnehmer nicht darüber informiert ist, dass die Vermittlung an die Gesellschaft erfolgt und mindestens zwei Drittel der von den Spielern vereinnahmten Beträge für die Teilnahme am Spiel an die Gesellschaft weitergeleitet werden,
• der Spielteilnehmer nicht vor Vertragsabschluss in Textform klar und verständlich auf den für die Spielteilnahme an die Gesellschaft weiterzuleitenden Betrag hingewiesen wird,
• der Gesellschaft die Vermittlung nicht offen gelegt wurde,
• ein Treuhänder nicht benannt ist, der zur unabhängigen Ausübung eines rechts- oder steuerberatenden Berufes befähigt und mit der Verwahrung der Spielquittungen sowie der Geltendmachung von Gewinnansprüchen beauftragt ist und
• der gewerbliche Spielvermittler nicht die gesetzlich geforderten Erlaubnisse hat.

14.11 Der Spielteilnehmer verzichtet auf den Zugang der Erklärung, dass sein Angebot auf Abschluss des Spielvertrages von der Gesellschaft abgelehnt wurde bzw. die Gesellschaft vom Spielvertrag zurückgetreten ist.

14.12 Die Ablehnung eines Angebotes auf Abschluss eines Spielvertrages bzw. der Rücktritt vom Spielvertrag ist in der Annahmestelle bekannt zu geben, in der der Spielteilnehmer sein Vertragsangebot abgegeben hat.

14.13 Ist kein Spielvertrag zustande gekommen oder wurde vom Spielvertrag zurückgetreten, kann der Spielteilnehmer die Rückerstattung des Spieleinsatzes und der Bearbeitungsgebühr gegen Rückgabe der Quittung geltend machen.

III. HAFTUNGSBESTIMMUNGEN

15. Umfang und Ausschluss der Haftung

15.1 Die Haftung der Gesellschaft für Schäden, die von ihr fahrlässig (auch grob fahrlässig) oder von ihren gesetzlichen Vertretern oder von ihren Erfüllungsgehilfen, insbesondere auch von Annahmestellen und sonstigen mit der Weiterleitung der Daten zur Zentrale der Gesellschaft beauftragten Stellen, schuldhaft verursacht werden, wird gemäß § 309 Nr. 7 b) BGB für spieltypische Risiken ausgeschlossen.

15.2 Spieltypische Risiken liegen insbesondere vor, wenn die Gefahr einer betrügerischen Manipulation im Rahmen des Spielgeschäftes für die Gesellschaft und/oder für die Spielteilnehmer besteht.

15.3 Die vorstehenden Ziffern 15.1 und 15.2 finden keine Anwendung auf Schäden, die auf einer Verletzung von Pflichten beruhen, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit spieltypischen Risiken stehen.

15.4 Bei der Verletzung von Pflichten, die nicht unmittelbar mit spieltypischen Risiken im Zusammenhang stehen, haftet die Gesellschaft dem Spielteilnehmer sowohl für eigenes schuldhaftes Handeln als auch für das schuldhafte Handeln ihrer gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen, sofern es sich um die Verletzung solcher Pflichten handelt, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflichten).

15.5 Handelt es sich bei den verletzten Pflichten nicht um Kardinalpflichten, haftet die Gesellschaft nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

15.6 Die Haftungsbeschränkungen der Ziffern 15.1 bis 15.5 gelten nicht für Schäden, die in den Schutzbereich einer von der Gesellschaft gegebenen Garantie oder Zusicherung fallen sowie für die Haftung für Ansprüche aufgrund des Produkthaftungsgesetzes und Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

15.7 In Fällen von unverschuldeten Fehlfunktionen und Störungen der technischen Einrichtungen, derer sich die Gesellschaft zum Verarbeiten (z. B. Einlesen, Übertragen, Speichern) von Spieldaten bedient, haftet die Gesellschaft nicht.

15.8 Ebenso ist jede Haftung für Schäden ausgeschlossen, die durch strafbare Handlungen dritter Personen entstanden sind.

15.9 Sie haftet weiterhin nicht für Schäden, die durch höhere Gewalt, insbesondere durch Feuer, Wasser, Streiks, innere Unruhen oder aus sonstigen Gründen, die die Gesellschaft nicht zu vertreten hat, hervorgerufen werden.

15.10 In diesen Fällen werden der Spieleinsatz und die Bearbeitungsgebühr auf Antrag gegen Rückgabe der Quittung erstattet.

15.11 Die Haftungsregeln gelten auch für eigenes Handeln der Annahmestellen und Bezirksstellen der Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Spielvertrag.

15.12 Die Haftungsregeln gelten auch für die Fälle, in denen eine Haftung bereits vor Vertragsabschluss entstanden ist.

15.13 Die Haftung der Gesellschaft ist auf den Ersatz des bei Vertragsabschluss vorhersehbaren vertragstypischen Schadens beschränkt.

15.14 Vereinbarungen Dritter sind für die Gesellschaft nicht verbindlich.


IV. GEWINNERMITTLUNG

16. Ziehung der Lottogewinnzahlen

16.1 Für das LOTTO 6aus49 finden wöchentlich 2 Ziehungen, eine am Mittwoch und eine am Samstag (Sonnabend), statt;
bei jeder Ziehung
- werden die jeweiligen 6 Gewinnzahlen und jeweils eine Zusatzzahl aus der Zahlenreihe 1 - 49 ermittelt, wobei jede Zahl nur einmal gezogen werden kann
und
- wird jeweils eine Superzahl aus der Zahlenreihe 0 - 9 ermittelt.

16.2 Art, Ort und Zeitpunkt der Ziehungen bestimmt die Gesellschaft.

16.3 Die Ziehungen sind öffentlich und finden unter notarieller oder behördlicher Aufsicht statt.

17. Auswertung

17.1 Grundlage für die Gewinnermittlung sind die auf dem durch digitalen oder physischen Verschluss gesicherten sicheren Speichermedium gespeicherten Daten.

17.2 Die Auswertung erfolgt auf Grund der Gewinnzahlen, der Zusatz- und der Superzahl.

18. Gewinnklassen

Es gewinnen im LOTTO 6aus49

in der Klasse I ("Super-Klasse") die Spielteilnehmer, deren Spielscheinnummer in der Endziffer mit der gezogenen 1-stelligen Superzahl übereinstimmt, und die 6 Gewinnzahlen,

in der Klasse II die Spielteilnehmer, die 6 Gewinnzahlen,

in der Klasse III die Spielteilnehmer, die 5 Gewinnzahlen und die Zusatzzahl,

in der Klasse IV die Spielteilnehmer, die 5 Gewinnzahlen,

in der Klasse V die Spielteilnehmer, die 4 Gewinnzahlen und die Zusatzzahl,

in der Klasse VI die Spielteilnehmer, die 4 Gewinnzahlen,

in der Klasse VII die Spielteilnehmer, die 3 Gewinnzahlen und die Zusatzzahl,

in der Klasse VIII die Spielteilnehmer, die 3 Gewinnzahlen

in einem Spiel richtig vorausgesagt oder mittels Quicktipp getroffen haben.


19. Gewinnermittlung, Gewinnausschüttung, Gewinnwahrscheinlichkeiten

19.1 Von den Spieleinsätzen werden 50 % als Gewinnsumme nach Maßgabe der folgenden Regelungen an die Spielteilnehmer ausgeschüttet. Unabhängig von der Gewinnausschüttung besteht bei jeder Spielteilnahme das Risiko des vollständigen Verlustes des Spieleinsatzes und der Bearbeitungsgebühr.

19.2 Die Gewinnsumme verteilt sich auf die Gewinnklassen wie folgt:

Klasse I (6 Gewinnzahlen und Super-Zahl) 10 %
Klasse II (6 Gewinnzahlen) 8 %
Klasse III (5 Gewinnzahlen und Zusatzzahl) 5 %
Klasse IV (5 Gewinnzahlen) 13 %
Klasse V (4 Gewinnzahlen und Zusatzzahl) 2 %
Klasse VI (4 Gewinnzahlen) 10 %
Klasse VII (3 Gewinnzahlen und Zusatzzahl) 8 %
Klasse VIII (3 Gewinnzahlen) 44 %

19.3 Die Gewinnwahrscheinlichkeiten betragen bei kaufmännischer Rundung auf ganze Zahlen in den einzelnen Gewinnklassen:

Klasse 1 1 : 139.838.160
Klasse 2 1 : 15.537.573
Die Gewinnwahrscheinlichkeit für Gewinnklasse 2 berücksichtigt, dass theoretisch von 10 Spielscheinen mit unterschiedlicher Superzahl alle 6 Richtige aufweisen, jedoch nur Einer eine richtige Superzahl und somit die Gewinnklasse 1 erzielt hat. – Ohne Berücksichtigung der Superzahl beträgt die Gewinnwahrscheinlichkeit 1: 13.983.816.
Klasse 3 1 : 2.330.636
Klasse 4 1 : 55.491
Klasse 5 1 : 22.197
Klasse 6 1 : 1.083
Klasse 7 1 : 812
Klasse 8 1 : 61

19.4 Der Gewinn in einer Gewinnklasse schließt den Gewinn in einer niedrigeren Gewinnklasse bei derselben Voraussage aus.

19.5 Werden in einer Gewinnklasse keine Gewinne ermittelt, wird die Gewinnsumme der gleichen Gewinnklasse der nächstfolgenden Ziehung zugeschlagen (Jackpot).

19.6 Werden in einer Gewinnklasse nach 12 aufeinander folgenden Ziehungen auch in der nächstfolgenden Ziehung keine Gewinne ermittelt, wird in dieser Ziehung die Gewinnsumme der nächstniedrigeren Gewinnklasse in der ein oder mehrere Gewinne festgestellt werden, zugeschlagen.

19.7 Wird in der Gewinnklasse II kein Gewinn ermittelt, und werden in der Gewinnklasse I ein oder mehrere Gewinne festgestellt, wird die Gewinnsumme der Gewinnklasse II entgegen Ziffer 19.5 der Gewinnsumme der Gewinnklasse I derselben Ziehung zugeschlagen.

19.8 Die Gewinnsumme wird innerhalb der Gewinnklassen gleichmäßig auf die Gewinne verteilt.

19.9 Der Einzelgewinn einer Gewinnklasse darf den Einzelgewinn einer höheren Gewinnklasse nicht übersteigen.

19.10 Tritt ein derartiger Fall ein, werden die Gewinnsummen beider Gewinnklassen zusammengelegt und gleichmäßig auf die Gewinne beider Gewinnklassen verteilt.

19.11 Einzelgewinne werden auf durch € 0,10 teilbare Beträge abgerundet. Sich dadurch ergebende Abrundungsbeträge werden entsprechend Ziffer 21.15 verwendet.

19.12 Wird eine Ziehung gemeinsam mit anderen Unternehmen durchgeführt, werden die Gewinnsummen der beteiligten Unternehmen zusammengelegt und nach Errechnung gemeinsamer Gewinnquoten auf die Gewinne dieser Unternehmen verteilt.

19.13 Gewinnquoten der I. und II. Gewinnklasse von mehr als € 100.000,-- können sich ändern, wenn bis zur Fälligkeit des Gewinns gemäß Ziffer 20.1 weitere berechtigte Gewinnansprüche festgestellt werden.

19.14 Der Gewinnplan oder einzelne Gewinnklassen können für einzelne Ziehungen durch Sonderauslosungen nach Maßgabe der jeweiligen behördlichen Erlaubnis erweitert werden.

V. GEWINNAUSZAHLUNG

20. Fälligkeit des Gewinnanspruches

20.1 Gewinne der I. und II. Gewinnklasse von mehr als € 100.000,- werden nach Ablauf einer Woche seit der Ziehung am 2. bundesweiten Werktag fällig.

20.2 Alle anderen Gewinne werden nach der Gewinn- und Quotenfeststellung unverzüglich ausgezahlt.

21. Gewinnauszahlung

a) Allgemeines

21.1 Gewinnansprüche sind unter Vorlage der gültigen Quittung in einer Annahmestelle oder in der Zentrale der Gesellschaft geltend zu machen.
Bei Spielteilnahme unter Verwendung einer Kundenkarte ist auch diese vorzulegen.

21.2 Ist die Quittungsnummer bei der Vorlage nicht vorhanden, nicht vollständig oder unlesbar und ist deshalb keine eindeutige Zuordnung zu den in der Zentrale gespeicherten Daten möglich, besteht kein Anspruch auf die Gewinnauszahlung.

21.3 War die Unvollständigkeit der Quittungsnummer für den Spielteilnehmer nicht erkennbar und kann deshalb keine eindeutige Zuordnung zu den in der Zentrale gespeicherten Daten erfolgen, kann der Spielteilnehmer die Rückerstattung des Spieleinsatzes und der Bearbeitungsgebühr gegen Rückgabe der Quittung geltend machen.

21.4 Der Gewinn wird gegen Rückgabe der Quittung ausgezahlt. Falls durch eine Mehrfachteilnahme oder wegen einer Sonderauslosung mit der Quittung noch weitere Gewinne erzielt werden können, erhält der Spielteilnehmer eine Ersatzquittung.

21.5 Die Gesellschaft kann mit befreiender Wirkung an den Inhaber der Quittung leisten, es sei denn, ihr ist die fehlende Anspruchsberechtigung des Inhabers der Quittung bekannt oder grob fahrlässig unbekannt.
Im Übrigen besteht keine Verpflichtung, die Berechtigung des Inhabers der Quittung zu prüfen.

21.6 Die Gesellschaft ist berechtigt, die bei Gewinnauszahlung bzw. -zustellung entstehenden Kosten zu pauschalieren und in Abzug zu bringen.

b) Gewinne bis € 500,--

21.7 Die auf eine Quittung entfallenen Gewinne bis einschließlich € 500,-- werden in jeder Annahmestelle ausgezahlt. Sie werden dort für 13 Wochen ab dem Tag der (letztmaligen) Ziehungsteilnahme zur Abholung bereitgehalten.

21.8 Abweichend hiervon werden bei Spielteilnahme unter Verwendung einer Kundenkarte die auf eine Quittung entfallenen Gewinne bis einschließlich € 500,-- für 5 Wochen ab dem Tag der (letztmaligen) Ziehungsteilnahme zur Abholung in jeder Annahmestelle bereitgehalten.
Danach werden diese Gewinne auf das der Gesellschaft angegebene Bankkonto überwiesen. In gleicher Weise erfolgt die Gewinnauszahlung, wenn die Kundenkarte ihre Gültigkeit verloren hat.

c) Gewinne über € 500,--

21.9 Bei Spielteilnahme unter Verwendung einer Kundenkarte werden die auf eine Quittung entfallenen Gewinne von mehr als € 500,-- auf das der Gesellschaft angegebene Bankkonto überwiesen.

21.10 Die auf eine Quittung (ohne Verwendung einer Kundenkarte) entfallenen Gewinne von mehr als € 500,-- werden durch Überweisung auf ein vom Spielteilnehmer anzugebendes Konto ausgezahlt.

21.11 Hierzu hat der Spielteilnehmer bei Geltendmachung seines Gewinnanspruchs in der Annahmestelle nach Vorlage der gültigen Quittung ein Gewinnanforderungsformular auszufüllen.

21.12 Das Gewinnanforderungsformular und die Quittung sind der Annahmestelle zwecks Weiterleitung an die Zentrale der Gesellschaft zu übergeben.
Über diesen Vorgang wird dem Spielteilnehmer eine Bestätigung erteilt.

21.13 Nach Eingang der Gewinnanforderung und der Quittung wird der erzielte Gewinn durch Überweisung sobald wie möglich zur Auszahlung gebracht.

d) Nicht abgeholte und unzustellbare Gewinne

21.14 Nach Ablauf von 13 Wochen ab dem Tag der (letztmaligen) Ziehungsteilnahme verfallen Gewinne, die nicht gemäß vorstehenden Ziffern 21.1 bis 21.13 geltend gemacht wurden oder nicht zugestellt werden konnten.

21.15 Verfallene Gewinne werden mit Einwilligung der Aufsichtsbehörde für die Durchführung von Sonderauslosungen einschließlich der hiermit verbundenen Aufwendungen, für berechtigte Reklamationen, für Härtefälle o.ä. verwendet.


VI. ERLÖSCHEN VON ANSPRÜCHEN

Alle Ansprüche aus der Spielteilnahme auf Auszahlung von Gewinnen erlöschen, wenn sie nicht innerhalb von 13 Wochen nach der (letztmaligen) Ziehungsteilnahme gerichtlich geltend gemacht werden.

Ebenfalls erlöschen alle Schadenersatzansprüche, die an Stelle eines Gewinnanspruchs geltend gemacht werden können und auf der Verwirklichung spieltypischer Risiken beruhen sowie alle Ansprüche auf Rückerstattung von Spieleinsätzen oder Bearbeitungsgebühren gegen die Gesellschaft sowie ihre Bezirks- und Annahmestellen, soweit die jeweiligen Ansprüche nicht innerhalb von 13 Wochen nach der (letztmaligen) Ziehungsteilnahme gerichtlich geltend gemacht werden. Dies gilt nicht für Schadenersatzansprüche auf Grund vorsätzlichen Handelns.


VII. INKRAFTTRETEN

Diese Teilnahmebedingungen gelten erstmals für die Ziehung am Mittwoch, dem 06.01.2010.

TOTO-LOTTO NIEDERSACHSEN GMBH