Bedingungen für die Teilnahme an der Lotterie KENO

Präambel

Ziele des staatlichen Glücksspielwesens sind:

1. das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhin-dern und die Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung zu schaffen,

2. das Glücksspielangebot zu begrenzen und den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen zu lenken, insbesondere ein Ausweichen auf nicht erlaubte Glücksspiele zu verhindern,

3. den Jugend- und den Spielerschutz zu gewährleisten,

4. sicherzustellen, dass Glücksspiele ordnungsgemäß durchgeführt, die Spieler vor betrügerischen Machenschaften geschützt und die mit Glücksspielen verbundene Folge- und Begleitkriminalität abgewehrt werden.

In Ansehung dieser Ziele und um der ordnungsrechtlichen Aufgabe nachzukommen, ein ausreichendes Glücksspielangebot sicherzustellen, wird die Lotterie KENO zu den nachfolgenden Bedingungen veranstaltet.


I. ALLGEMEINES

1. Organisation

1.1 Die Toto-Lotto Niedersachsen GmbH (im folgenden Gesellschaft genannt) veranstaltet gemäß der vom Land Niedersachsen erteilten Konzession die Lotterie KENO in Niedersachsen.
Hierfür gelten die vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport genehmigten nachstehenden Teilnahmebedingungen.

1.2 Die Lotterie KENO kann gemeinsam mit anderen Unternehmen durchgeführt werden.

2. Verbindlichkeit der Teilnahmebedingungen

2.1 Für die Teilnahme an der Lotterie KENO sind diese Teilnahmebedingungen einschließlich Sonderbedingungen maßgebend. Von diesen Teilnahmebedingungen abweichende Angaben auf Spielscheinen, die auf nicht mehr geltenden Teilnahmebedingungen beruhen, sind ungültig.

2.2 Der Spielteilnehmer erkennt sie mit Abgabe des Spielscheines bei der Annahmestelle bzw. mit der Erklärung, mittels Quicktipp teilnehmen zu wollen, als verbindlich an. Dies gilt auch dann, wenn die Gesellschaft eine gemeinsame Gewinnermittlung und Gewinnausschüttung mit anderen Unternehmen durchführt.

2.3 Die Teilnahmebedingungen sind in den Annahmestellen einzusehen bzw. erhältlich. Dies gilt auch für etwaige Änderungen und Ergänzungen der Teilnahmebedingungen sowie für Sonderbedingungen. Die Gesellschaft behält sich eine andere Form der Bekanntgabe vor.

3. Gegenstand und Zeitpunkt der Lotterie

3.1 Im Rahmen der Lotterie KENO wird täglich, außer sonntags, eine Ziehung durchgeführt.

3.2 Der Spielteilnehmer kann entsprechend den von der Gesellschaft zugelassenen Spielscheinen die Teilnahme an einer Ziehung oder an mehreren Ziehungen (höchstens 24 Ziehungen) wählen. In diesem Fall nehmen alle Spielaufträge, deren vollständige Daten fehlerfrei zur Zentrale der Gesellschaft übertragen wurden, an der/den Ziehung/en teil, die dem Annahmeschluss folgt/folgen.

3.3 Alle Spielaufträge, deren vollständige Daten bis zum Annahmeschluss der jeweiligen Tages-Ziehung zur Zentrale der Gesellschaft fehlerfrei übertragen wurden, nehmen an der Ziehung teil, die dem Annahmeschluss folgt.

3.4 Der Spielteilnehmer kann die ausschließliche Teilnahme an einer oder mehreren aufeinander folgenden Ziehungen wählen.

3.5 In diesem Fall nehmen alle Spielaufträge, deren vollständige Daten bis zum Annahmeschluss der jeweiligen Tages-Ziehung zur Zentrale fehlerfrei übertragen wurden, an der/den Ziehung/en teil, die dem Annahmeschluss folgt/folgen.

3.6 Gegenstand der Lotterie KENO ist die Voraussage von 2 bis 10 Zahlen je Spiel aus der Zahlenreihe 1 bis 70. Der Kenotyp ergibt sich aus der Anzahl gewählter Voraussagen je Spiel (Kenotypen 2 bis 10). Gezogen werden 20 Zahlen aus der Zahlenreihe 1 bis 70 (Gewinnzahlen).

4. Spielgeheimnis

4.1 Die Gesellschaft wahrt das Spielgeheimnis.
Insbesondere darf der Name des Spielteilnehmers nur mit dessen ausdrücklicher Einwilligung bekannt gegeben werden.

4.2 Eine Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten von Spielteilnehmern erfolgt unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Vorschriften.


II. SPIELVERTRAG

5. Spielteilnahme

5.1 Die Teilnahme an den Ziehungen erfolgt nur unter Verwendung der für die Spielteilnahme zugelassenen Spielscheinen bzw. mittels Quicktipp.

5.2 Jeder Spielschein ist mit einer 5stelligen (Los-) Nummer im Zahlenbereich 00 000 bis 99 999 versehen.

5.3 Der Spielschein dient ausschließlich zur Eingabe der Daten.

5.4 Die Teilnahme an der Ziehung wird von den Annahmestellen der Gesellschaft vermittelt.

5.5 Die Spielteilnahme Minderjähriger ist gesetzlich verboten.

5.6 Die Spielteilnahme gesperrter Personen ist gesetzlich verboten.

5.7 Die Lotterie KENO richtet sich ausschließlich an volljährige und nicht gesperrte Personen, d. h. Angebote von minderjährigen und gesperrten Personen auf den Abschluss von Spielverträgen werden von der Gesellschaft nicht angenommen.

5.8 Die Inhaber und das in den Annahmestellen beschäftigte Personal sind von der dortigen Spielteilnahme an den Glücksspielen ausgeschlossen.

5.9 Die Spielteilnahme über einen gewerblichen Spielvermittler ist ausgeschlossen, wenn dieser die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt, d. h. insbesondere

• der Spielteilnehmer nicht darüber informiert ist, dass die Vermittlung an die Gesellschaft erfolgt und mindestens zwei Drittel der von den Spielern vereinnahmten Beträge für die Teilnahme am Spiel an die Gesellschaft weitergeleitet werden,
• der Spieler nicht vor Vertragsabschluss in Textform klar und verständlich auf den für die Spielteilnahme an die Gesellschaft weiterzuleitenden Betrag hingewiesen wird,
• der Gesellschaft die Vermittlung nicht offen gelegt wurde,
• ein Treuhänder nicht benannt ist, der zur unabhängigen Ausübung eines rechts- oder steuerberatenden Berufes befähigt und mit der Verwahrung der Spielquittungen sowie der Geltendmachung von Gewinnansprüchen beauftragt ist und
• der gewerbliche Spielvermittler nicht die gesetzlich geforderten Erlaubnisse hat.

5.10 Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, die Zulässigkeit der gewerblichen Spielvermittlung zu prüfen.

5.11 Gewerbliche Spielvermittlung betreibt, wer ohne Annahmestelle zu sein
• einzelne Spielverträge an einen Veranstalter vermittelt oder
• Spielinteressenten zu Spielgemeinschaften zusammenführt
und deren Spielbeteiligung dem Veranstalter – selbst oder über Dritte – vermittelt, sofern dies jeweils in der Absicht geschieht, durch diese Tätigkeit nachhaltig Gewinn zu erzielen.

6. Quicktipp

6.1 Beim Quicktipp werden auf Wunsch des Spielteilnehmers Voraussagen mittels eines Zufallszahlengenerators durch die Gesellschaft vergeben.

6.2 Mit einem einzelnen Quicktipp können höchstens so viele Ziehungen gespielt werden, wie auf einem Spielschein (Eingabebeleg) der gewählten Spielart möglich sind.

6.3 Bei Spielteilnahme mittels Quicktipp ohne Spielschein wird eine Losnummer (Spielscheinnummer) durch die Gesellschaft vergeben.

6.4 Der Spielteilnehmer hat der Annahmestelle die Dauer der gewünschten Spielteilnahme anzugeben.

7. Spieleinsatz und Bearbeitungsgebühr

7.1 Der Spieleinsatz für eine Einzelwette beträgt entsprechend den Vorgaben auf dem Spielschein
€ 1,-, € 2,-, € 5,- oder € 10,-.

7.2 Die Gesellschaft kann für die einzelnen Arten von Spielscheinen festlegen, dass jeweils nur eine bestimmte Anzahl von Spielen gespielt werden kann.

7.3 Für einzelne Arten von Spielscheinen sowie für einzelne Quicktipps kann die Gesellschaft Höchsteinsätze festlegen.

7.4 Für jeden eingelesenen Spielschein oder abgegebenen Quicktipp erhebt die Gesellschaft eine Bearbeitungsgebühr. Die Höhe der Bearbeitungsgebühr wird durch Aushang in den Annahmestellen bekannt gegeben.

7.5 Der Spielteilnehmer hat den Spieleinsatz und die Bearbeitungsgebühr vor Erhalt der Spielquittung zu zahlen.


8. Eintragungen auf dem Spielschein

8.1 Für die Wahl des richtigen Spielscheines und für seine ordnungsgemäße Ausfüllung sowie für die Entscheidung zur Teilnahme mittels Quicktipp und dessen Inhalt ist der Spielteilnehmer allein verantwortlich.

8.2 Die Annahmestelle ist nicht verpflichtet, die Richtigkeit des Spielscheines sowie die Ordnungsmäßigkeit der Eintragungen zu prüfen.

8.3 Vertragliche Beziehungen zwischen dem Spielteilnehmer und der Annahmestelle bzw. der Gesellschaft hinsichtlich des Ausfüllens eines Spielscheines sind ausgeschlossen, selbst wenn der Spielteilnehmer der Annahmestelle das Ausfüllen des Spielscheines überlässt.

8.4 Der Spielteilnehmer hat auf dem Spielschein in jedem Spiel die vorgeschriebene Anzahl von Zahlen durch Kreuze in schwarzer oder blauer Farbe zu kennzeichnen, deren Schnittpunkt innerhalb des jeweiligen Zahlenkästchens liegen muss. Gleiches gilt für die Kreuze zur Wahl des Spieleinsatzes und die Anzahl der Ziehungen.

8.5 Bei mangelhaften Eintragungen erfolgt entweder eine Rückgabe des Spielscheines zur manuellen Korrektur durch den Spielteilnehmer oder es wird auf Wunsch und nach Vorgabe des Spielteilnehmers mittels der technischen Einrichtungen des Annahmestellen-Terminals eine Korrektur (manuell ausgelöst durch die Annahmestelle) vorgenommen.

8.6 Auch in Fällen der Korrektur erfolgt das Vertragsangebot durch den Spielteilnehmer.

9. Annahme von Spielscheinen bzw. Quicktipps und Annahmeschluss

9.1 Die Gesellschaft und die Annahmestellen sind zur Entgegennahme der Spielscheine und Quicktipps nicht verpflichtet.

9.2 Den Zeitpunkt des Annahmeschlusses für die Teilnahme an den einzelnen Ziehungen und für die jeweiligen Annahmestellen bestimmt die Gesellschaft.

10. Kundenkarte, Sperrsystem

10.1 Die Teilnahme an der Lotterie KENO ist nur mit einer gültigen persönlichen Kundenkarte und unter Vorlage des Personalausweises (bzw. Reisepasses) möglich.

10.2 Durch die Gesellschaft wird jedem Spielteilnehmer eine Kundenkarte auf schriftlichen Antrag ausgestellt. Der Antrag ist in der Annahmestelle zu stellen und die vorgesehene Gebühr hierbei zu entrichten.

10.3 Die Kundenkarte ist für 2 Jahre gültig, wobei ihre Laufzeit um jeweils die gleiche Gültigkeitsdauer gegen Zahlung der hierfür vorgesehenen Gebühr verlängert werden kann.

10.4 Bei Verlust der Kundenkarte oder Änderung von Namen, Anschrift oder Bankverbindung ist die Zentrale der Gesellschaft unverzüglich schriftlich zu benachrichtigen

10.5 Die Gesellschaft beteiligt sich an dem gesetzlich vorgeschriebenen Sperrsystem.

10.6 Danach sind durch die Gesellschaft Personen auf eigenen Antrag zu sperren (Selbstsperre) oder Fremdsperren zu verfügen.

10.7 Eine Fremdsperre ist von der Gesellschaft vorzunehmen, wenn sie
• auf Grund der Wahrnehmung ihres Personals weiß oder
• auf Grund von Meldungen Dritter weiß oder
• auf Grund sonstiger tatsächlicher Anhaltspunkte annehmen muss, dass die betreffende Person
• spielsuchtgefährdet oder
• überschuldet ist,
• ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt oder
• Spieleinsätze riskiert, die in keinem Verhältnis zu ihrem Einkommen oder Vermögen stehen.

10.8 Vor Vornahme einer Fremdsperre gibt die Gesellschaft der betroffenen Person Gelegenheit zur Stellungnahme.

10.9 Die Gesellschaft teilt der betroffenen Person ggf. die Sperre, deren Dauer und die Voraussetzungen für deren Aufhebung unverzüglich schriftlich mit.

11. Quittung

11.1 Nach Einlesen des Spielscheines bzw. Abgabe des Quicktipps und der Übertragung der vollständigen Daten zur Zentrale wird mit der Speicherung sämtlicher Daten in der Zentrale von dieser eine Quittungsnummer vergeben.

11.2 In Verbindung damit erfolgt der Ausdruck einer Quittung in der Annahmestelle.

11.3 Die Quittung enthält als wesentliche Bestandteile

• die jeweiligen Voraussagen des Spielteilnehmers sowie eine 5-stellige Losnummer (Spielscheinnummer),

• die Art und den Zeitraum der Teilnahme einschließlich der Angabe über die Teilnahme oder Nichtteilnahme an der Zusatzlotterie Plus5,

• den Spieleinsatz einschließlich der Bearbeitungsgebühr,

• die von der Zentrale der Gesellschaft vergebene Quittungsnummer und

• ggf. die Nummer der Kundenkarte.

11.4 Die Quittungsnummer dient der Zuordnung der Quittung zu den in der Zentrale gespeicherten Daten.

11.5 Nach Bezahlung des Spieleinsatzes und der Bearbeitungsgebühr wird dem Spielteilnehmer die Quittung ausgehändigt.

11.6 Der Spielteilnehmer hat sofort nach Erhalt die Quittung dahingehend zu prüfen, ob

• die auf der Quittung abgedruckten Voraussagen unter Berücksichtigung evtl. Korrekturen vollständig lesbar denen des Spielscheines entsprechen,
• die für die Spielteilnahme mittels Quicktipp erforderlichen Voraussagen vollständig und lesbar abgedruckt sind,
• die Art und der Zeitraum der Teilnahme vollständig und richtig wiedergegeben sind,
• der Spieleinsatz einschließlich der Bearbeitungsgebühr richtig ausgewiesen ist,
• die Quittung eine lesbare Quittungsnummer aufweist und diese nicht offensichtlich unvollständig ist,
• die Quittung ggf. die Kundenkartennummer korrekt enthält.

11.7 Ist die Quittung in einem der vorstehenden Punkte fehlerhaft, ist der Spielteilnehmer berechtigt, sein Angebot auf Abschluss des Spielvertrages zu widerrufen. Ein Widerruf ist jedoch nur
bis zum Annahmeschluss der zuerst gewählten Ziehung möglich. Der Widerruf hat in der Annahmestelle zu erfolgen, in der das Angebot abgegeben worden ist. Im Fall des Widerrufs erhält der Spielteilnehmer gegen Rückgabe der Quittung seinen Spieleinsatz und die Bearbeitungsgebühr zurück. Weiter gehende Ansprüche des Spielteilnehmers sind ausgeschlossen.

11.8 Macht der Spielteilnehmer von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch, sind für den Inhalt des Spielvertrages die auf dem durch digitalen oder physischen Verschluss gesicherten sicheren Speichermedium aufgezeichneten Daten maßgebend.

11.9 Bei einer Quittung, die keine, eine nicht lesbare oder eine unvollständige Quittungsnummer enthält, besteht kein Anspruch auf Gewinnauszahlung.

11.10 Ist die Unvollständigkeit der Quittungsnummer für den Spielteilnehmer nicht erkennbar, erhält er gegen Rückgabe der Quittung auf Antrag den Spieleinsatz zurück. Weiter gehende Ansprüche des Spielteilnehmers sind ausgeschlossen.

12. Spielgemeinschaften

12.1 Mitglieder von Spielgemeinschaften müssen ihre Rechtsverhältnisse ausschließlich unter sich regeln.

12.2 Die Bildung von Spielgemeinschaften durch den Leiter der Annahmestelle oder seine Gehilfen ist verboten.

12.3 Mitglieder von Spielgemeinschaften müssen sich gegenüber der Gesellschaft durch eine natürliche Person vertreten lassen, die gemäß Ziffer 5.1 teilnahmeberechtigt ist.

13. Abschluss und Inhalt des Spielvertrages

13.1 Der Spielvertrag wird zwischen der Gesellschaft und dem Spielteilnehmer abgeschlossen.

13.2 Vereinbarungen Dritter sind für die Gesellschaft nicht verbindlich.

13.3 Der Spielvertrag ist abgeschlossen, wenn

• die übertragenen Daten und/oder die Daten des Quicktipps sowie die von der Zentrale vergebenen Daten in der Zentrale der Gesellschaft aufgezeichnet und auf dem sicheren Speichermedium gespeichert sind, die auf dem sicheren Speichermedium gespeicherten Daten auswertbar sind, und das sichere Speichermedium durch digitalen oder physischen Verschluss rechtzeitig (d.h. vor Beginn der Ziehung der Gewinnzahlen) gesichert ist, und
• die erstellte Quittung die auf dem durch digitalen oder physischen Verschluss gesicherten sicheren Speichermedium gespeicherten Daten aufweist.

13.4 Fehlt eine dieser Voraussetzungen, kommt der Spielvertrag nicht zustande.

13.5 Für den Inhalt des Spielvertrages sind ausschließlich die auf dem durch digitalen oder physischen Verschluss gesicherten sicheren Speichermedium aufgezeichneten Daten maßgebend.

13.6 Der Spielteilnehmer verzichtet auf den Zugang der Erklärung, dass sein Vertragsangebot durch die Gesellschaft angenommen wurde.

13.7 Ist kein Spielvertrag zustande gekommen, werden der Spieleinsatz und die Bearbeitungsgebühr gegen Rückgabe der Quittung auf Antrag erstattet. Weiter gehende Ansprüche des Spielteilnehmers sind ausgeschlossen.

13.8 Die Quittung dient als Nachweis für einen geleisteten Spieleinsatz und die entrichtete Bearbeitungsgebühr sowie zur Geltendmachung des Gewinnanspruches.
Das Recht der Gesellschaft, nach Ziffer 20.3 zu verfahren, bleibt unberührt.

13.9 Die Gesellschaft ist berechtigt, ein bei der Zentrale eingegangenes Angebot auf Abschluss eines Spielvertrages bei Vorliegen eines wichtigen Grundes abzulehnen.

13.10 Darüber hinaus kann aus wichtigem Grund der Rücktritt vom Vertrag erklärt werden.

13.11 Ein wichtiger Grund liegt u. a. vor, wenn
• der Verdacht einer strafbaren Handlung besteht,
• die Sicherheit des Spielgeschäfts nicht gewährleistet ist,
• die ordnungsgemäße Abwicklung nicht möglich ist oder
• gegen einen Teilnahmeausschluss verstoßen wurde, insbesondere die Teilnahme über einen gewerblichen Spielvermittler nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

13.12 Der Spielteilnehmer verzichtet auf den Zugang der Erklärung, dass sein Angebot auf Abschluss des Spielvertrages von der Gesellschaft abgelehnt wurde bzw. die Gesellschaft vom Spielvertrag zurückgetreten ist.

13.13 Die Ablehnung eines Angebotes auf Abschluss eines Spielvertrages bzw. der Rücktritt vom Spielvertrag durch die Gesellschaft ist in der Annahmestelle bekannt zu geben, in der der Spielteilnehmer sein Vertragsangebot abgegeben hat

13.14 Der Spieleinsatz und die Bearbeitungsgebühr werden gegen Rückgabe der Quittung auf Antrag erstattet. Weiter gehende Ansprüche des Spielteilnehmers sind ausgeschlossen.

III. HAFTUNGSBESTIMMUNGEN

14. Umfang und Ausschluss der Haftung

14.1 Die Haftung der Gesellschaft für Schäden, die von ihren gesetzlichen Vertretern fahrlässig oder grob fahrlässig oder von ihren Erfüllungsgehilfen, insbesondere auch von Annahmestellen und sonstigen mit der Weiterleitung der Daten zur Zentrale der Gesellschaft beauftragten Stellen, schuldhaft vor Speicherung der Daten auf dem sicheren Speichermedium und dem digitalen oder physischen Verschluss des sicheren Speichermediums verursacht werden, wird gemäß § 309 Nr.7 b) BGB ausgeschlossen.

14.2 Nach Speicherung der Daten auf dem sicheren Speichermedium und dem digitalen oder physischen Verschluss des sicheren Speichermediums in der Zentrale haftet die Gesellschaft dem Spielteilnehmer nur für Schäden die von Ihren gesetzlichen Vertretern oder Erfüllungsgehilfen grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht werden.

14.3 Die Haftungsregelungen aus vorstehenden Ziffern 14.1 und 14.2 gelten nicht in Fällen der Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder in Fällen einer Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz.

14.4 In Fällen von unverschuldeten Fehlfunktionen und Störungen der technischen Einrichtungen, derer sich die Gesellschaft zum Verarbeiten (z. B. Einlesen, Übertragen, Speichern) von Spieldaten bedient, haftet die Gesellschaft nicht.

14.5 Ebenso ist jede Haftung für Schäden ausgeschlossen, die durch strafbare Handlungen dritter Personen entstanden sind.

14.6 Sie haftet weiterhin nicht für Schäden, die durch höhere Gewalt, insbesondere durch Feuer, Wasser, Streiks, innere Unruhen oder aus sonstigen Gründen, die die Gesellschaft nicht zu vertreten hat, hervorgerufen werden.

14.7 In diesen Fällen werden der Spieleinsatz und die Bearbeitungsgebühr auf Antrag gegen Rückgabe der Quittung erstattet.

14.8 Weitere Ansprüche des Spielteilnehmers sind ausgeschlossen.

14.9 Ein Vertragsverhältnis zwischen Spielteilnehmer und Annahmestelle kommt nicht zustande.

14.10 Die Annahmestelle haftet nur für Vorsatz.
Dies gilt nicht in Fällen der Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder in Fällen einer Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz.


IV. GEWINNERMITTLUNG

15. Ziehung der Kenogewinnzahlen

15.1 Für die Lotterie KENO findet täglich, außer sonntags, eine Ziehung statt.

15.2 Art, Ort und Zeitpunkt der Ziehungen bestimmt die Gesellschaft.

15.3 Die Ziehungen sind öffentlich und finden unter notarieller oder behördlicher Aufsicht statt.

16. Auswertung

16.1 Grundlage für die Gewinnermittlung sind die auf dem durch digitalen oder physischen Verschluss gesicherten sicheren Speichermedium gespeicherten Daten.

16.2 Die Auswertung erfolgt auf Grund der ermittelten Gewinnzahlen.

17. Gewinnausschüttung, Gewinnwahrscheinlichkeiten,
Gewinnplan


17.1 Die planmäßige Gewinnausschüttung beträgt 50 % inklusive eines Risikofonds für Überplanspiele in Höhe von 0,56 %.

17.2 Unabhängig von der Gewinnausschüttung besteht bei jeder Spielteilnahme das Risiko des vollständigen Verlustes des Spieleinsatzes.

17.3 Der Kenotyp ergibt sich aus der Anzahl gewählter Voraussagen je Spiel (Kenotypen 2 bis 10).

17.4 Für jeden Kenotyp gibt es definierte Gewinnklassen, die sich jeweils aus der Anzahl der richtigen Voraussagen ergeben.

17.5 Dabei ist nicht bei jedem Kenotyp jeder Anzahl richtiger Voraussagen eine Gewinnklasse zugeordnet.

17.6 Bei den Kenotypen 8 bis 10 gibt es auch Gewinnklassen für 0 richtige Voraussagen.

17.7 Die nachfolgende Tabelle legt die Gewinnklassen für jeden Kenotyp unterschiedlich fest.

17.8 Jeder Gewinnklasse ist für den jeweiligen Kenotyp eine feste Quote zugeordnet.

17.9 Der Gewinnbetrag errechnet sich durch die Multiplikation des Spieleinsatzes für das betreffende Spiel mit der sich aus der Tabelle ergebenden Quote.

17.10 Die Gewinne bei 1,-- € Einsatz pro Spiel verteilen sich wie folgt:


Kenotyp

Gewinnklasse


Quote


Gewinnbetrag

10

10


100.000


100.000,--€


9


1.000


1.000,--€


8


100


100,--€


7


15


15,--€


6


5


5,--€


5


2


2,--€


0


2


2,--€




Kenotyp

Gewinnklasse


Quote


Gewinnbetrag

9

9


50.000


50.000,--€


8


1.000


1.000,--€


7


20


20,--€


6


5


5,--€


5


2


2,--€


0


2


2,--€




Kenotyp

Gewinnklasse


Quote


Gewinnbetrag

8

8


10.000


10.000,--€


7


100


100,--€


6


15


15,--€


5


2


2,--€


4


1


1,--€


0


1


1,--€




Kenotyp

Gewinnklasse


Quote


Gewinnbetrag

7

7


1.000


1.000,--€


6


100


100,--€


5


12


12,--€


4


1


1,--€





Kenotyp

Gewinnklasse


Quote


Gewinnbetrag

6

6


500


500,--€


5


15


15,--€


4


2


2,--€


3


1


1,--€




Kenotyp

Gewinnklasse


Quote


Gewinnbetrag

5

5


100


100,--€


4


15


7,--€


3


2


2,--€





Kenotyp

Gewinnklasse


Quote


Gewinnbetrag

4

4


22


22,--€


3


2


2,--€


2


1


1,--€





Kenotyp

Gewinnklasse


Quote


Gewinnbetrag

3

3


16


16,--€


2


1


1,--€

17.11 Der Gewinn in einer höheren Gewinnklasse schließt den Gewinn in einer niedrigeren Gewinnklasse aus.

18. Gewinnquoten der Kenotypen 9 und 10

18.1 Gewinne des Kenotyps 10 der Gewinnklasse 10 und des Kenotyps 9 der Gewinnklasse 9 können sich ändern, wenn mehr als 5 bzw. 10 Gewinne erzielt werden. Hierbei werden unabhängig von den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten sämtliche Gewinne des Kenotyps 10 der Gewinnklasse 10 bzw. sämtliche Gewinne des Kenotyps 9 der Gewinnklasse 9 zusammengezählt.

18.2 Werden in der Gewinnklasse 10 des Kenotyps 10 mehr als 5 Gewinne erzielt, reduziert sich die Quote nach folgender Formel:100.000 dividiert durch die Anzahl der Gewinne, multipliziert mit 5. Der Gewinnbetrag errechnet sich durch Multiplikation des Spieleinsatzes für das betreffende Spiel mit der reduzierten Quote.

18.3 Werden in der Gewinnklasse 9 des Kenotyps 9 mehr als 10 Ge-winne erzielt, reduziert sich die Quote nach folgender Formel: 50.000 dividiert durch die Anzahl der Gewinne, multipliziert mit 10. Der Gewinnbetrag errechnet sich durch Multiplikation des Spieleinsatzes für das betreffende Spiel mit der reduzierten Quote.

18.4 Wird eine Ziehung gemeinsam mit anderen Unternehmen durchgeführt, werden die Gewinne der beteiligten Unternehmen für die Berechnung nach vorstehenden Ziffern 18.2 und 18.3 zusammengezählt und nach Errechnung gemeinsamer Gewinnquoten auf die Gewinne dieser Unternehmen verteilt.

18.5 Für jeden Kenotyp gilt, dass die Quote einer Gewinnklasse die Quote einer höheren Gewinnklasse nicht übersteigen darf.
Tritt ein derartiger Fall ein, werden die Quoten beider Gewinnklassen zusammengelegt und gelten halbiert für beide Gewinnklassen.

18.6 Sollte die Quote keine ganze Zahl sein, wird die errechnete Quote auf die nächste ganze Zahl abgerundet.

18.7 Die Gewinnwahrscheinlichkeiten betragen bei Rundung auf volle Zahlen für die jeweils höchste Gewinnklasse (alle Zahlen richtig getippt) aller KENO-Typen:

KENO-Typ
10 1: 2.147.181
9 1: 387.197
8 1: 74.941
7 1: 15.464
6 1: 3.383
5 1: 781
4 1: 189
3 1: 48
2 1: 13

18.8 Die Gesellschaft ist berechtigt, die Gewinnklassen für einzelne Wettrunden durch Sonderauslosungen zur Ausspielung von Rundungsbeträgen oder verfallenen Gewinnen nach Maßgabe der jeweiligen Erlaubnis zu erweitern.

V. GEWINNAUSZAHLUNG

19. Fälligkeit des Gewinnanspruches

19.1 Gewinne der 1. Gewinnklasse von mehr als € 100.000,-- werden nach Ablauf einer Woche seit dem letzten Spieltag der Wettrunde am 2. bundesweiten Werktag fällig und zur Auszahlung gebracht.

19.2 Alle anderen Gewinne werden nach der Gewinn- und Quotenfeststellung unverzüglich ausgezahlt.

20. Gewinnauszahlung

a) Gewinne bis € 500,--

20.1 Die auf eine Quittung entfallenen Gewinne bis einschließlich € 500,-- werden in jeder Annahmestelle ausgezahlt. Sie werden dort für 5 Wochen ab dem Tag der (letztmaligen) Wettrunden-teilnahme zur Abholung bereitgehalten.

20.2 Gewinnansprüche nach Ziffer 19.1 sind unter Vorlage der gültigen Quittung und der persönlichen Kundenkarte in einer Annahmestelle oder in der Zentrale der Gesellschaft geltend zu machen. Auf Verlangen ist auch der Personalausweis (bzw. der Reisepass) vorzuweisen.

20.3 Der Gewinn wird gegen Rückgabe der Quittung ausgezahlt. Falls wegen Sonderauslosung mit der Quittung noch weitere Gewinne erzielt werden können, erhält der Spielteilnehmer eine Ersatzquittung.

20.4 Nach Ablauf der Abholungsfrist aus Ziffer 19.1 werden die Gewinne auf das der Gesellschaft angegebene Bankkonto überwiesen. Hierbei ist die Gesellschaft berechtigt, die bei Gewinnauszahlung bzw. –zustellung entstehenden Kosten zu pauschalisieren und in Abzug zu bringen.

b) Gewinne über € 500,--

20.5 Die auf einen Quittung entfallenen Gewinne von mehr als € 500,-- werden unverzüglich auf das der Gesellschaft angegebene Bankkonto überwiesen. Hierbei ist die Gesellschaft berechtigt, entstehende Kosten zu pauschalisieren und in Abzug zu bringen.

c) Unzustellbare Gewinne

20.6 Nach Ablauf von 13. Wochen ab dem Tag der (letztmaligen) Wettrundenteilnahme verfallen Gewinn, die nicht zugestellt werden konnten.

20.7 Verfallene Gewinne werden mit Einwilligung der Aufsichtsbehörde für die Durchführung von Sonderauslosungen einschließlich de hiermit verbundenen Aufwendungen, für berechtigte Reklamationen, für Härtefälle o. ä. verwendet.


VI. ERLÖSCHEN VON ANSPRÜCHEN

Alle Ansprüche aus der Wettrundenteilnahme auf Auszahlung von Gewinnen erlöschen, wenn sie nicht innerhalb von 13 Wochen nach der (letztmaligen) Wettrundenteilnahme gerichtlich geltend gemacht werden.

Ebenfalls erlöschen alle Schadenersatzansprüche, die an Stelle eines Gewinnanspruchs geltend gemacht werden können sowie alle Ansprüche auf Rückerstattung von Spieleinsätzen oder Bearbeitungsgebühren gegen die Gesellschaft sowie ihre Bezirks- und Annahmestellen, wenn sie nicht innerhalb von 13 Wochen nach der (letztmaligen) Wettrundenteilnahme gerichtlich geltend gemacht werden..
Dies gilt nicht für Schadenersatzansprüche auf Grund vorsätzlichen Handelns.


VII. INKRAFTTRETEN

Diese Teilnahmebedingungen gelten erstmals für die Ziehung am 4. Februar 2008.

TOTO-LOTTO NIEDERSACHSEN GMBH