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16. Juli 2018 Zurück zur Übersicht

Das Geburtshaus eines Reformators

Für die Lehmputzarbeiten im Inneren des Hermann-Bonnus-Geburtshauses in Quakenbrück stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Lotterie GlücksSpirale 25.000 Euro zur Verfügung. Das aus dem späten 15. Jahr­hundert stammende Hermann-Bonnus-Geburtshaus gehört zu den über 390 Objekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte.

Das Haus Goldstraße 9 im Zentrum Quakenbrücks in Sichtweite der Sylvesterkirche gilt als Elternhaus von Hermann Bonnus, dem Schüler Martin Luthers und Philipp Melanchthons. Die Bauhölzer des Quakenbrücker Fachwerkgebäudes in Zweiständerbauweise mit einseitiger Kübbung links konnten jüngst im ältesten Teil dendrochronologisch auf das Fälljahr 1495 und 1500 datiert werden. Das erhärtet die Vermutung, dass Bonnus tatsächlich 1504 in diesem Haus geboren wurde. Fachwerkhäuser dieses Alters sind selten, für Niedersachsen ist es ein einzigartiger Befund.

Bonnus studierte in Wittenberg bei den Reformatoren. Er war später an Luthers Bibelübersetzung in die niederdeutsche Sprache beteiligt. Sein Hand-Exemplar der Bibel von 1534 schenkte er seiner heimatlichen Kirchengemeinde St. Sylvester, die die „Bonnus-Bibel" jeden Sonntag nach Trinitatis zeigt.

Das Bonnus-Geburtshaus musste dringend gesichert werden. In einem ersten Bauabschnitt wurde das Holzständerwerk und die Ausfachungen instandgesetzt. Außerdem mussten der Giebel wieder zurückversetzt sowie drei historische Fenster und die historische Treppe aufgearbeitet werden.

Ru L QuakenbrueckDas Geburtshaus von Hermann Bonnus in Quakenbrück ©LOTTO Niedersachsen