17. Februar 2003 Zurück zur Übersicht

Pech im Lotto-Glück: Verrückte Sechserreihe drückt die Quoten

Hannover. Bei der Ziehung der Lotto-Zahlen am Samstag war der Zufall Rechenmeister. Mit der Zahlenkombination 4-6-12-18-24-30 und der 36 als Zusatzzahl wurde die mathematische Sechserreihe fast lückenlos bedient, einziger "Ausreißer" war die Gewinnzahl 4.

Aber auch viele Lotto-Spieler hatten das Sechser-Muster auf ihren Tippscheinen angekreuzt. Deshalb gab es überdurchschnittlich viele Gewinner - aber vergleichsweise niedrige Quoten. So werden trotz eines gut gefüllten Jackpots mit 5,38 Mio. Euro die elf Gewinner in dieser Klasse "nur" jeweils 489.000 Euro erhalten. Weitere 69 Lotto-Spieler mit dem richtigen Sechser müssen sich die fast 3,1 Mio. Euro in der Gewinnklasse 2 teilen - für den Einzelnen bleiben nur 44.840 Euro. In Niedersachsen gibt es einen Gewinner oder eine Gewinnerin in der ersten Klasse (Sechser mit Superzahl) und fünf in der zweiten Klasse (Sechs Richtige).

Vor allem aber in der Gewinnklasse 3, dem Fünfer mit Zusatzzahl, wird mit vielen tausenden Gewinnern deutschlandweit gerechnet. Hier lagen Lotto-Spieler mit der puren Sechserreihe richtig. Die Quoten werden erst am Nachmittag vorliegen. In normalen Wochen gibt es beim Samstags-Lotto pro Woche durchschnittlich 37 Gewinner mit Fünfer und Zusatzzahl und 1.825 mit einem Fünfer.

Bevor es zu der verrückten Zahlenreihe vom vergangenen Samstag kam, gab es schon Beispiele ähnlicher Art, die sich im nachhinein als Quotenkiller herausstellten:
- Am 10. April 1999 fielen die Kugeln 2, 3, 4, 5, 6 und 26. Insgesamt 34 Spielteilnehmer hatten diese Zahlenkombination angekreuzt. Drei von ihnen hatten auch die richtige Superzahl. 38.008 Spielteilnehmer hatten die Zahlen 2 bis 6 angekreuzt und mussten sich mit dem dramatisch niedrigen Gewinn von 379,90 Mark für einen Fünfer zufrieden geben.
- Am 4. Oktober 1997 bildeten die Gewinnreihen auf Lottoscheinen ein "U". Für 124 Gewinner mit sechs Richtigen gab es nur je 53.982 Mark.
- Am 23. Januar 1988 brachte der Sechser nur 84.803,90 Mark. 222 Spieler hatten in der Mitte des Spielscheines je drei Kreuze übereinander gemacht: 24, 25, 26, 30, 31, 32.
- Minusrekord am 18. Juni 1977. Spielteilnehmer im Grenzgebiet übernahmen vom Holland-Lotto die Gewinnzahlen der Vorwoche und hatten sechs Richtige. Die Enttäuschung war groß: Die 205 Lotto-Könige kassierten nur je 30.737,80 Mark.

Statistiker weisen deshalb auch immer wieder darauf hin, dass das Tippen von bestimmten arithmetischen Reihen und geometrischen Mustern sehr beliebt ist und deshalb oft mit geringen Gewinnquoten einher geht, genau wie das Tippen von sogenannten Geburtstagszahlen: 1 bis 31 für die Tage, 1 bis 12 für die Monate und die 19 für das Geburtsjahr 19--.
Deshalb sollten Lotto-Spieler ihre Zahlen lieber nach einem Zufallsmuster ankreuzen.


gez. Herbert John
-Pressesprecher-

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